Kinder aus der märchenhaften Schreibwerkstatt lesen am Hexenhaus
Es war einmal ein sehr frecher Prinz, der nicht nur seine Eltern, Lehrer und Gefolge ärgerte, sondern auch einer Hexe auflauerte, sie mit verfaulten Ostereiern bewarf und dafür in den tiefsten Kerker gesperrt wurde. Um ihn zu befreien, bedurfte es einen ganz besonderen Schlüssel ... Der strahlende Sonnenschein und das vierzigköpfige Publikum aus kleinen und großen Zuhörern, das sich am Sonntag, den 18. April 2010 am Hexenhaus im Nordwall eingefunden hatte, konnte den Prinzen nicht wirklich trösten. Der Prinz, gespielt von der neunjährigen Salia Flügel aus Salzhemmendorf, konnte das Unglück kaum fassen, denn kein Schlüssel wollte in das Schloss der Kerkertür passen. Da halfen die Geschichten, die jeder Wächter und jeder Bote mitbrachte, auf die Dauer nur wenig. Obwohl es schöne Geschichten waren, wie etwa „Das Sternenchaos“ von der zehnjährigen Marlene Böhm aus Elze oder „Die Rettung“ durch einen Drachen von Renée André aus Nordstemmen. Manche Geschichten waren ganz kurz, wie „Die Regenkatze“ von Nora Mundt (8) aus Gronau und „Der kostbare Schlüssel“ von dem neunjährigen Finn von der Brelie aus Betheln. Letztendlich konnte ihn nur ein junges Mädchen, gespielt von der zehnjährigen Ylva Petzold aus Gronau durch ihre Liebe befreien. Ihre Geschichte „Ein freundlicher Drache“ las sie nach der Pause und dem Malwettbewerb gemeinsam mit den Geschwistern Meryem und Musa Ismail aus Westfeld. Musa (11) trug zu seiner eigenen Geschichte auch noch das gemeinschaftlich erarbeitete Märchen „Das bedrohte Elfenreich“ als Abschlussgeschichte vor.
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